Coronavirus in Kambodscha – Hinweise für Reisen und den Blog

Coronavirus (Covid-19) in Kambodscha - Reisehinweise
Bislang gibt es nur wenige Coronavirus-Fälle in Kambodscha. Dennoch ist der Tourismus zum Erliegen gekommen. Deshalb gönnt sich auch mein Reiseblog eine Auszeit.
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Das Coronavirus macht auch vor dem „Kingdom of Wonder“ nicht Halt.

Zwar gibt es bis dato nur wenige registrierte Fälle, jedoch wollen die Offiziellen in Kambodscha wohl das Möglichste tun, es dabei zu belassen.

Zunächst verhängte Kambodscha ein Einreiseverbot für Bürger mehrerer europäischer Länder – darunter auch Deutschland.

Mittlerweile werden Einreisen prinzipiell wieder ermöglicht.

Jedoch hat Kambodscha Einschränkungen bei der Visumvergabe sowie Test- und Quarantäne-Regeln erlassen, die für viele Reisende de facto einer weiteren Einreisesperre gleichkommen dürften.

Deswegen verordne ich auch meinem Reiseblog eine Pause – zumindest für bestimmte Blog-Inhalte.

Ich könnte hier (fast) täglich über neue Fallzahlen, Quarantäne-Regeln und Spekulationen zur Öffnung des Landes für Kambodscha-Reisen schreiben.

Jedoch denke ich, dass das nur wenig sinnvoll ist.

Der Tourismus in Kambodscha ist de facto zum Erliegen gekommen. Das betrifft Reisende, deren Reisepläne abgesagt oder verschoben werden müssen, aber auch viele Khmer, die ihren Lebensunterhalt mit dem Tourismus verdienen.

Wenn schließlich wieder Tourismus in Kambodscha möglich ist, möchte ich Trip Angkor natürlich wieder aus dem „Winterschlaf“ erwecken.

Immerhin habe ich die Zeit bereits genutzt und meinem Reiseblog einen neuen technischen Unterbau verpasst 🙂

Bis dahin bitte es mir nachzusehen, dass die meisten Artikel und Inhalte nicht wie gewohnt regelmäßig aktualisiert werden. Es macht schlichtweg wenig Sinn.

Denn eine Sache dürfte bereits klar sein: Kambodscha nach Corona wird anders sein als Kambodscha vor Corona.

Coronavirus in Kambodscha – Fallzahlen und News

Die offiziellen Fallzahlen in Kambodscha sind im Vergleich zu anderen Ländern in der Welt gering.

Auf einen täglichen „Coronavirus-Ticker“ möchte ich hier aus besagten Gründen verzichten.

Wer sich über das Infektionsgeschehen informieren möchte, dem empfehle ich, bei der Khmer Times vorbeizuschauen.

Die kambodschanische Zeitung (in Englisch) veröffentlicht täglich aktuelle Statistiken und Nachrichten zum Coronavirus in Kambodscha.

Einschränkungen bei Tourismus, Visum-Vergabe sowie Quarantäne-Regeln in Kambodscha

Kommentar von Patrick

Derzeit wird vermutlich niemand eine kurzfristige Kambodscha-Reise planen. Davon abgesehen gibt es viele Einschränkungen, die die Einreise derzeit schwierig bis unmöglich machen.

Einreiseverbot für bestimmte Nationalitäten aufgehoben

Ab dem 17.03.2020 war zunächst ein Einreiseverbot in Kraft.

Neben Bürgern aus vier europäischen Ländern (Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich) durften auch Bürger der USA nicht mehr einreisen.

Zusätzlich wurden auch Einschränkung bei der Visum-Vergabe angekündigt (siehe weiter unten).

Ein Einreiseverbot klingt erstmal dramatisch.

Zu diesem Zeitpunkt dürfte jedoch praktisch jedermann ohnehin bereits seine Reisepläne zusammengestrichen haben (und der Flugverkehr kam zum Erliegen).

Seit dem 20.05.2020 ist das Einreiseverbot aufgehoben.

Jedoch ist die Voraussetzung nun, dass Reisende bereits in Besitz eines gültigen Visums für Kambodscha sind.

Und das ist der springende Punkt.

Denn Einschränkungen bei der Visum-Vergabe (siehe nächster Abschnitt) gibt es auch weiterhin.

Kein Visum zu touristischen Zwecken mehr

Änderungen gibt es beim Visum für Kambodscha.

Im Kampf gegen Coronavirus wurde die Ausstellung des e-Visum (auch eVisa oder Online-Visum) sowie das Visa on Arrival für Touristen ab dem 31.03.2020 ausgesetzt.

Neu ist nun, dass man sich für das Visum Type-E (sog. „Ordinary Visa“ oder „Business-Visum“) mittlerweile auch online bewerben kann.

Das wird auf der eVisa-Webseite angekündigt.

Das „Ordinary Visa“ gibt es zusätzlich auch in Botschaften. Jedoch sind die Hürden höher als früher.

Man braucht z.B. ein Einladungsschreiben eines kambodschanischen Unternehmens (Geschäftsreisen) oder einen Arbeitsvertrag in Kambodscha.

Urlaub in Kambodscha ist damit weiterhin in ziemlich weiter Ferne.

Auch eine spezielle Krankenversicherung muss man für das Visum nachweisen – das wäre sicherlich ein kleineres Problem.

Weiterhin werden bei Einreise ein Coronavirus-Test und Maßnahmen zur Isolierung und Quarantäne angeordnet (siehe nächster Abschnitt).

Coronavirus-Test, Quarantäne und 2.000,- US$ „Kaution“ bei Einreise

Neue Regelungen gibt es auch für die Einreise nach Kambodscha.

Ausländer können mit gültigem Visum (wenn man denn eines bekommt) mittlerweile wieder nach Kambodscha reisen, müssen jedoch einen komplizierten „Gesundheitsprozess“ durchlaufen.

Wie folgt soll sich die Ankunft am Flughafen gestalten:

  • Bezahlung von 2.000 US$ Kaution für virusbezogene Maßnahmen (zahlbar in bar oder per Kreditkarte)
  • Unterbringung in einem speziellen Hotel für die Quarantäne (ca. 60,- US$ je Nacht und 30,- US$ Verpflegungspauschale)
  • Zwei Corona-Tests während dem Aufenthalt (bei Ankunft und zum Ende der Quarantäne)

Die Quarantäne ist für 14 Tage angesetzt.

Fällt ein zweiter Test zum Ende der Quarantäne-Zeit ebenfalls negativ aus, wird man „entlassen“.

Den verbliebenen Betrag der 2.000 US$ Kaution bekommt man erstattet.

Ein Sonderfall kann eintreten, wenn ein Passagier des Fluges, auf dem man gebucht war, positiv getestet wird.

In diesem Fall endet die Quarantäne erst, wenn alle Passagiere des Fluges ein negatives Testergebnis erhalten haben.

Erkrankt man an Covid-19, wird man in ein Krankenhaus überführt, wo die Behandlung individuell zu finanzieren ist.

Tourismus in Kambodscha derzeit quasi ausgesetzt

Mit den derzeitigen Maßnahmen, die Einschränkungen bei der Visumvergabe sowie einen verpflichtende Quarantäne mit Coronavirus-Tests sowie hoher Kaution vorsehen, dürften touristische Reisen nach Kambodscha eigentlich kein Thema sein.

Außerdem ist der Flugverkehr weiterhin stark eingeschränkt.

Für einen (eher kurzen) Aufenthalt zu touristischen Zwecken sind die Hürden viel zu hoch.

Derzeit gibt es auch kein touristisches Visum (Type T). Und für das geschäftliche Visum (Type E) sind weitere Unterlagen einzureichen wie z.B. ein Einladungsschreiben eines kambodschanischen Unternehmens.

Wer gerne nach Kambodscha reisen möchte um Angkor Wat und weitere Sehenswürdigkeiten zu besuchen, ist gut damit beraten, die Reise zu verschieben und die aktuelle Lage weiter zu beobachten.

Aktuelle Informationen für Reisen nach Kambodscha

Erste Anlaufstelle für Informationen für Reisende ist stets das Auswärtige Amt.

Die Reisehinweise für Kambodscha wurden während der Coronavirus-Krise fortlaufend aktualisiert.

Zusätzlich gibt es eine Covid-19-Informationsseite beim Auswärtigen Amt.

Bis auf Weiteres dürfte es angeraten sein, geplante Reisen nach Kambodscha zu verschieben, sofern eine solche Reise überhaupt noch möglich wäre (Einschränkungen bei Visumvergabe und im Flugverkehr sowie Test- und Quarantäne-Regeln).

Tourismus in Kambodscha im Krisenmodus

Angkor Wat in Kambodscha

Normalerweise ein Besuchermagnet – Angkor Wat in Kambodscha.

Auch mit nur wenigen Fällen von Covid-19 im Land können die Auswirkungen gravierend sein.

Das zeigt Kambodscha.

So sind die Ticketverkäufe für Angkor Wat und die weiteren Tempel von Angkor im Februar 2020 regelrecht eingebrochen.

Wurden im Dezember 2019 noch mehr als 208.000 Tickets und im Januar 2020 noch mehr als 222.000 Tickets verkauft, haben sich die Besucherzahlen im Februar 2020 fast halbiert.

Im Februar 2020 wurden noch knapp 119.000 Tickets verkauft.

Im März 2020 (42.169 Tickets), April 2020 (654 Tickets), Mai 2020 (1.776 Tickets), Juni 2020 (1.727 Tickets) und Juli 2020 (1.790 Tickets) hat sich der Trend weiter manifestiert – siehe Webseite von Angkor Enterprise.

Natürlich sind die Ticketverkäufe nur ein Aspekt.

Von Freunden in Siem Reap, die im Tourismus tätig sind, wird mir berichtet, dass es überall sehr ruhig ist. Das betrifft z.B. auch Hotels, Restaurants, Bus-Unternehmen, Tour-Anbieter oder Taxi-Fahrer.

Auch anderswo zeigt der Coronavirus in Kambodscha seine Spuren.

Sihanoukville hat in den letzten Jahren einen von chinesischen Investoren befeuerten Bauboom erlebt.

Der chinesische Tourismus ist jedoch erstmal eingebrochen.

Einerseits soll es jetzt sehr ruhig in Sihanoukville sein. Andererseits bricht die komplette Nachfrage weg, was dem Bau-Wahnsinn ein katastrophales Ende bescheren könnte.

Wie auch anderswo in der Welt also – der Coronavirus in Kambodscha führt zu viel Unsicherheit.

Und über eines bin ich mir bereits sicher, egal wie sich die Pandemie entwickelt. Das „Kingdom of Wonder“ wird sich verändert haben, wenn es sich wieder dem Tourismus öffnet.

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