Kambodscha-Spenden mal anders: Donation-Drone

Kambodscha-Spenden - „Donation-Drone“Für viele Reisende ist es während oder nach dem Besuch in Kambodscha ein Herzenswunsch, mit einer Spende etwas Gutes zu tun.

Kambodscha ist ein armes Land. Das gilt nach wie vor. Armut rückt das tägliche Überleben in den Vordergrund, schränkt den Zugang zu Bildung ein und reduziert die Chancen, später eigene Wünsche und Träume verwirklichen zu können.

Wer nach Kambodscha reist, tut grundsätzlich etwas für die Entwicklung des Landes. Der Tourismus kommt der Wirtschaft zu Gute.

All diejenigen, die etwas mehr tun möchten, haben die Möglichkeit, eine Spende für ein Entwicklungshilfe-Projekt in Kambodscha zu tätigen.

Mit Donation-Drone will ich Dir ein (kreatives) Spenden-Projekt in Kambodscha vorstellen.

Kambodscha-Spenden per Drohne sammeln

Mit Drohnen-Fotografie Spenden für Trinkwasser in Schulen sammeln

Spendenprojekt WASH der Kleine Hilfsaktion e.V.

Spenden für Trinkwasserversorgung für Schulen in Battambang mit dem Projekt „WASH“

Andrea Künstle und Klaus Breuer haben ein interessantes Spenden-Projekt ins Leben gerufen.

Die beiden sind professionelle Drohnen-Fotografen. Und für vier Monate mit ihrer Drohne in Kambodscha unterwegs.

Über eine eigene Webseite sammeln die beiden Drohnen-Profis Spenden für das Projekt „WASH“ der Entwicklungshilfeorganisation Kleine Hilfsaktion e.V., die mehrere Projekte in Kambodscha durchführt.

Was mit den Spenden passiert?

„WASH“ hat sich zum Ziel gesetzt, neun Schulen in Battambang mit Trinkwasser zu versorgen.

Die beiden Drohnen-Fotografen sammeln Spenden auf besonders kreative Art und Weise.

Jeder Spender erhält im Gegenzug für die Spende nicht nur das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, sondern wird mit einem persönlichen Drohnen-Foto von den beiden Drohnen-Profis belohnt.

Doch besser als ich können die beiden Initiatoren der Kambodscha-Spendenaktion berichten, wie die Idee für das Projekt Donation-Drone entstand und wie es umgesetzt wird. Dazu mehr im Interview.

Interview mit den Machern von Donation-Drone

Stellt Euch bitte erst einmal kurz vor.
Andrea Künstle (49) & Klaus Breuer (54).

Wir haben uns 2009 kennen gelernt und 1 Jahr später entschieden, dass wir mal für eine längere Zeit reisen wollen.

Daraus wurden 2 Jahre.

2 Jahre mit dem Fahrrad, gestartet in Deutschland, bis nach Ägypten geradelt und zurück mit 2 Hunden im Anhänger.

Das war dann erstmal genug Abenteuer für ein paar Jahre. Nun hat es uns aber doch wieder gelockt, das Abenteuer, das Neue, das einfache Leben.

Diesmal geht es für 4 Monate nach Kambodscha, wieder mit dem Fahrrad, aber dieses Mal mit einer Drohne im Anhänger.

Wir leben und arbeiten in Berlin. Der Sommer dort ist herrlich, aber der Winter einfach zu finster und zu kalt. Klaus kann als Programmierer auch als „Digitaler Nomade“ unterwegs sein. Ich bin Stadtführerin und im Winter gibt es nicht so viele Gäste, die da gerne mit mir die Stadt erkunden. Komisch eigentlich 🙂

Und als Fotografin? Da fehlt mir einfach das Licht in Deutschland.

Was hat es mit Eurem Projekt „Donation-Drone“ auf sich?
Als wir uns entschieden haben nach Kambodscha zu reisen, für die Auswahl gab es übrigens keinen besonderen Grund, dachten wir darüber nach, was wir denn vielleicht „dort lassen“ können.

Wunderbare Eindrücke und Begegnungen werden wir mit nach Hause nehmen, aber was wird unser Beitrag für das Land und die Menschen sein? Vielleicht über eine Spendenaktion? Aber warum sollten Menschen für unsere Idee spenden? Vielleicht hilft es selber aktiv zu werden und den Spendern im Gegenzug ein Luftbild zu schenken.

Also haben wir uns entschieden, unsere Drohne mit auf die Reise zu nehmen. Natürlich wäre es ohne alles einfacher. Einfach den Rucksack auf und los geht es. Aber irgendwie sollte es sich dann doch auch ein bisschen schwierig anfühlen 🙂

Also bauten wir einen Anhänger, der an unser Brompton Faltrad passt (http://www.planetbrompton.de/ausruestung/ein-selbstgebauter-drohnen-anhaenger-fuer-das-brompton), um die Drohne zu transportieren.

Die Idee ist, dass jeder Spender (ab einer Spende von 5 EUR) von uns ein Luftbild aus Kambodscha zugesendet bekommt: „Donation Drone“.

Und wie kamt Ihr auf das Partner-Projekt „WASH“, welches Trinkwasser-Versorgung in Schulen bei Battambang aufbauen will?
Uns wurde relativ schnell klar, dass wir kein eigenes Hilfsprojekt starten werden und auch keinen Verein gründen wollen für dieses Projekt.

Durch Zufall haben wir von dem Verein „Kleine Hilfsaktion e.V.“ erfahren, die in Kambodscha einige Hilfsaktionen seit vielen Jahren durchführen.

Ein Projekt ist das Projekt „WASH“. Hierbei geht es um den Zugang zu sauberem Wasser, Hygieneschulungen, Latrinen und vielem mehr.

Viele Menschen in Kambodscha sind arm, weil sie krank sind und krank, weil sie arm sind. Vor allem Kinder wachsen mit dem Gefühl auf, dass es normal ist an Durchfall zu leiden.

Das ist ein Kreislauf, der durchbrochen werden kann. Eure Spenden gehen direkt zur „Kleinen Hilfsaktion e.V.“ in das Projekt WASH.

Für die nächsten Installationen werden 15.000 EUR benötigt. Wir möchten mit eurer Hilfe es schaffen, 5.000 EUR zu sammeln.

Was ist Eure Verbindung zur Entwicklungshilfeorganisation Kleine Hilfsaktion e.V., die das „WASH-Projekt“ durchführt? Kennt Ihr Euch persönlich?
Wir haben mehrfach telefoniert mit Roland Debschütz, er ist jedes Jahr mehrfach hier vor Ort. Er hat Ideen, kennt die richtigen Leute, und kümmert sich immer auch persönlich um alles.

Eigentlich ist er Motorradprofi, aber das kann man alles hier lesen: https://kleinehilfsaktion.de/kleine-hilfsaktion/geschichte/

Nochmal kurz gesagt: Wer helfen will, kann das wie genau tun? Welche Formen der Unterstützung für „Donation-Drone“ und „WASH“ gibt es?
Spendet über die www.jokeair.com/donation und wir senden Euch ein Luftbild aus Kambodscha zu.

Eine weitere Unterstützung ist natürlich das Teilen diese Aktion. Nur so werden wir das Ziel erreichen.

Und jeder, der von uns dazu gerne mehr wissen möchte, wir stehen gerne für jede Frage persönlich zur Verfügung.

Gibt es für Drohnenflüge in Kambodscha etwas zu beachten wie Genehmigungen oder eine Versicherung? In Europa werden Drohnenflüge ja immer weiter reglementiert.
Das ist genauso schwierig wie in Deutschland. Wobei, eigentlich noch schwieriger.

Als wir 2011 von unserer 2-jährigen Fahrrad(welt)reise zurück kamen, fingen wir an die erste Drohne zu bauen. Diese neue Sichtweise hat uns direkt in den Bann gezogen und 2015 haben wir uns dann entschieden eine Drohne zu kaufen.

Die Entwicklung der Drohnen-Fliegerei ist rasant und in Deutschland war das mit den Gesetzen alles ziemlich unklar.

Jetzt gibt es Gesetze und für uns ist damit alles viel einfach geworden. Es ist nämlich klar, was man darf, was nicht und wofür man eine Genehmigung benötigt.

Hier in Kambodscha gibt es solche Regelungen nicht.

Also ist unklar, wer hier etwas erlauben oder verbieten darf.

Anfragen an offizielle Stellen sind unbeantwortet geblieben.

Darum haben wir uns entschieden an den Orten, die wir interessant finden, direkt um Genehmigung zu bitten, große Städte oder touristische Highlights auszulassen.

Es „fliegt“ also immer ein etwas ungutes Gefühl mit.

Mit welchem Drohnen-Equipment geht ihr auf Reise?
Wir haben eine DJI Inspire 1. Und jeder von uns hat eine Fernbedienung.

Klaus konzentriert sich auf das Fliegen und steuert die Drohne, ich kümmere mich um das Bild und kann mit meiner Fernbedienung die Kamera frei steuern. Das Bild sehen wir jeder über unsere iPads.

Wir haben 5 Akkus dabei. Die mußten wir bei der Fluggesellschaft anmelden und im Handgepäck transportieren. Leider hat die Kiste mit der Drohne Übergröße. Mußte also als Sondergepäck aufgegeben werden.

Viele Drohnen sind mir in Kambodscha noch nicht untergekommen. Wie reagieren die Einheimischen auf Drohnenflüge?
Ach, wie überall 🙂 Sie sind begeistert und neugierig.

Wir machen ja nichts heimlich, also sieht uns jeder und jeder kann mit uns den Flug auf den iPads verfolgen.

Was ist das Motiv in Kambodscha, welches Ihr unbedingt mit der Drohne fotografieren wollt?
NICHT Angkor Wat 🙂

Das gibt es eigentlich nicht. Wir möchten gerne viele verschiedene landschaftliche Aspekte zeigen.

Bei unseren ersten Aufnahmen war auch der Zufall dabei. Wir radelten an einer Pagode vorbei und dieser Ort war so magisch, dass wir einfach aufsteigen mußten 🙂

Habt Ihr sonst noch einen Tipp für Reisende, die in Kambodscha ebenfalls per Drohne fotografieren wollen?
Immer fragen. Das hilft. Lieber einmal nicht aufsteigen.

Wir haben aber noch keine Erfahrung was passiert, wenn die Polizei mal dabei ist. Das werden wir dann vielleicht am Ende der Reise wissen.

Vier Monate Kambodscha sind eine lange Reise. Was habt Ihr in Kambodscha vor, wenn Ihr nicht gerade an „Donation-Drone“ arbeitet?
Wir werden eigentlich immer an dem Projekt arbeiten. Nur so werden die Bilder entstehen. Indem wir das Land und die Menschen kennen lernen, verstehen lernen, werden uns neue Motive begegnen.

Unser erster längerer Aufenthalt ist in und um Battambang. Hier werden wir mehr über das Projekt WASH erfahren.

Aber dazu später mehr.

Galerie: Erste Bilder der „Donation-Drone“

Spenden für Kambodscha leicht gemacht

Meine Meinung: Donation-Drone ist ein tolles Projekt.

In Kambodscha wird immer wieder Schindluder mit selbst gemachten Ausweisen einer vermeintlichen Wohltätigkeitsorganisation oder Spendenlisten getrieben.

Deshalb empfehle ich eher, von Deutschland aus zu spenden und die Spende einer etablierten Entwicklungshilfeorganisation zu Gute kommen zu lassen.

Kommentar von Patrick

Am besten finde ich es, für konkrete Projekte zu spenden und für eine Organisation, die offen legt, wofür die Spenden genau verwendet werden.

Bei Donation-Drone ist genau das der Fall und zudem gibt es noch eine tolle Drohen-Aufnahme als Belohnung.

Spenden an die Partner-Organisation können einfach Online per Paypal, Lastschrift oder Sofort getätigt werden. Auf Wunsch gibt es natürlich auch eine Spendenquittung.

Veröffentlicht am Patrick
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Stimmen, Ø: 5,00 von 5)
Loading...
Kommentare zum Beitrag - Kambodscha-Spenden mal anders: Donation-Drone
  1. Lieber Patrick,
    vielen herzlichen Dank für Deine so tolle Unterstützung.
    Wir werden weiter berichten wie es so läuft mit den Drohnen-Aufstiegen.
    Sonnige Grüße Andrea & Klaus

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit einem * markiert. Deine Email-Adresse wird natürlich nicht zusammen mit dem Kommentar veröffentlicht!

*

*

Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten zur Veröffentlichung des Kommentars gemäß Datenschutzerklärung elektronisch erhoben und gespeichert werden.

Wer schreibt hier?

Trip AngkorPatrick (30) ist Reisejunkie, mehrmals im Jahr in Kambodscha und und kennt die Tempel von Angkor in und auswendig.
Mehr über mich

Tickets & Unterkünfte

Tickets Unterkünfte
Enthält Provisions-Links - mehr erfahren

Neue Kommentare…

Newsletter…

Exklusive Reisetipps und kostenlose Insider-Tipps für Angkor Wat und Kambodscha-Reisen direkt ins Postfach!

Empfohlene Inhalte…