Essen in Kambodscha: Alles zur Khmer-Küche

SchlemmenDas Essen in Kambodscha ist so eine Sache. Nicht, dass es nicht leckere Gerichte geben würde. Ganz im Gegenteil!

Wer jedoch bereits in Südostasien unterwegs war, erlebt nach Besuchen in den Nachbarländern Thailand, Laos und Vietnam kulinarisch in Kambodscha keine ganz neuen Eindrücke.

Die Küche in Kambodscha steht stark unter dem Einfluss der Nachbarländer.

So schmeckt das Essen in Kambodscha

Allgemein ist die Küche in Kambodscha zurückhaltender gewürzt, als man es aus anderen südostasiatischen Ländern kennen mag.

Die Gerichte sind vergleichsweise einfach zubereitet, aber sehr lecker.

Kulinariker (oder Neudeutsch: „Foodies“) dürfen also durchaus eine Kambodscha-Reise wagen ohne dass der Gaumen enttäuscht wird 🙂

Restaurants: Essen gehen in Kambodscha

Essen in Kambodscha Lok Lak

Lok Lak ist ein häufig anzutreffendes Gericht mit in deftiger Sauce angebratenem Rindfleisch.

Einheimische gehen in Gärküchen, Straßenrestaurants und Großrestaurants essen.

Natürlich sind hier auch Touristen willkommen.

Und viele Südostasien-Reisende meinen ohnehin: Streetfood schmeckt immer noch am besten.

Für die Verständigung ist es bei Streetfood sehr hilfreich, wenn Du neben Englisch auch etwas „Hand und Fuß“ sprichst 🙂

Daneben gibt es Tourismuszentren auch viele internationale Restaurants, die sich vor allem an Touristen richten.

Das sind Deine Möglichkeiten für leckeres Essen in Kambodscha im Überblick 🙂

  • Garküchen und Straßenrestaurants (Streetfood): Die Einheimischen gehen in den vielen kleinen Garküchen und Straßenrestaurants essen. Hier ist das Essen am günstigsten und viele Reisende sind der Meinung, dass es hier am besten schmeckt.
  • Großrestaurants: Große Restaurants in Kambodscha haben eher das Ambiente einer Kantine. Meist sind es große, halboffene Hallen, an die sich Tisch an Tisch und Stuhl an Stuhl reihen.
  • Restaurants für Touristen: In den touristischen Hotspots von Kambodscha wie Siem Reap, Phnom Penh und Sihanoukville haben sich viele internationale Restaurants niedergelassen.

Ich habe bisher immer gut in Kambodscha gegessen und hatte auch nie Probleme, dass der Magen einmal nicht mitgespielt hat.

Nationalgerichte: Amok, Lok Lak und Sup

Essen in Kambodscha Amok

Amok gilt als das Nationalgericht in Kambodscha und wird meist mit Fisch oder Hühnerfleisch zubereitet.

Genug der grauen Food-Theorie. Zeit für eine Vorschau auf die Khmer-Küche 🙂

Als Nationalgericht gilt Amok.

Das ist ein leckeres, mit Kokosmilch zugerichtetes Currygericht, das es entweder mit Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten gibt.

Lok Lak ist ein weiteres häufig anzutreffendes Gericht in Kambodscha.

Bei Lok Lak wird Rindfleisch in einer Sauce angebraten und anschließend auf Zwiebeln und Salatblätter gebettet.

Sup heißt nichts anderes als Suppe, die es in allen erdenklichen Variationen in Kambodscha gibt.

Gerade zum Mittagessen ist eine Suppe die beste Wahl. Denn während der heißesten Tageszeit ist ein leichtes Gericht am bekömmlichsten.

Daneben findest Du auch viele Gerichte aus den Nachbarländern in Kambodscha wieder.

Kro Lan ist beispielsweise Klebreis, der in einem Bambusrohr mit Kokosmilch, Zucker und roten Bohnen angebraten wird. Straßenhändler verkaufen die Leckerei auch rund um Angkor Wat.

Ein sehr leckerer süßer Snack, den aber einige Reisende vielleicht schon als Khao Lam aus Thailand kennen. Ich tue es jedenfalls 🙂

Besteck: Gabel und Löffel, Stäbchen oder Hand

Essen Kambodscha Nudeln

Reis- und Nudelgerichte sind in Kambodscha häufig auf den Speisekarten zu finden.

Wie in Südostasien üblich gibt es in der Regel kein Messer zum Essen.

Da Khmer-Gerichte sich leicht mit dem Löffel in kleinen Portionen aufteilen lassen, ist aber auch kein Messer notwendig.

Nudelsuppen, die in Kambodscha ebenfalls häufig serviert werden, isst man mit Stäbchen.

Bestellt man ein Gericht mit gebratenen oder frittierten Fleischstücken, ist es absolut keine schlechte Manier, mit den Händen zu essen.

Unterm Strich also: Essen in Kambodscha ist kein Hexenwerk 🙂

Getränke zum Essen

Am geläufigsten ist Tee in Kambodscha.

Vorzugsweise Grüner Tee oder Schwarzer Tee wird in der Regel mit Zucker gesüßt getrunken.

Daneben sind unter den alkoholfreien Getränken Säfte, Smoothies und auch Sojamilch auf praktisch jeder Speisekarte zu finden.

Bei alkoholischen Getränken wird zum Essen in Kambodscha vor allem Bier getrunken.

Am häufigsten verbreitet ist Angkor Bier. Daneben existieren aber auch noch weitere lokale Biermarken.

In lokalen Restaurants wird außerdem Palmlikör und Palmwein ausgeschenkt. Da bleiben ich persönlich lieber beim Bier, wenn es ein alkoholisches Getränk sein soll 🙂

Veröffentlicht am Patrick
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Kommentare zum Beitrag - Essen in Kambodscha: Alles zur Khmer-Küche
  1. Caro sagt:

    Hallo Patrick,

    deine Seite ist echt super.
    Hier findet man wirklich alles.
    Du hast echt an alles gedacht.
    Das vermisse ich bei anderen Reiseblogs.

    Dankeschön für deine Tipps und Infos.

    Viele Grüße,
    Caro

  2. Andrea Czerwon sagt:

    Wir sind grad hier u.lesen sehr gern deine Tipps.. super u.danke !!!

  3. Jürgen Möller sagt:

    Hallo Patrick, ganz herzlichen Dank für die vielen Reisetipps. Unsere Vietnam/Kambodscha Reise steht kurz bevor. Da wir schon etwas älter sind (68 bzw. 65 Jahre) haben wir Befürchtungen bezüglich der Magenverträglichkeit bei Garküchen und Streedfoots (Durchfall usw.) Ist Dir diesbezüglich etwas bekannt?
    Mit besten Grüßen Jürgen

    • Patrick sagt:

      Hallo Jürgen,

      meiner Meinung nach ist das Risiko für größere Magen-Verstimmungen überschaubar, wenn man sich an den Grundsatz „keine Mahlzeiten, die nicht ordentlich durchgegart sind“ hält.

      Viel in der Khmer-Küche wird ohnehin in der Pfanne gebraten.

      Wenn man möglichst sichere Lebensmittel in Kambodscha zu sich nehmen möchte, lässt man von rohen Gerichten wie z.B. Salaten dann eher die Finger.

      Ich selbst hatte noch nie Probleme mit dem Essen in Kambodscha. Ein höheres Risiko als z.B. in Deutschland doch einmal etwas „Falsches“ zu erwischen, lässt sich natürlich dennoch nicht wegdiskutieren.

      Viele Grüße,
      Patrick

  4. Zwei Mädels auf reisen sagt:

    Hey Patrick,
    Wie würdest du die Lebenshaltungskosten (Essen,trinken,Busfahrten) in Vergleich zu den Kosten in Thailand sehen?
    Da in Kambodscha US$ die verbreitete Währung ist, lässt es vermuten, das die Preise für z.B. ein Streetfood dinner höher sind, oder?!?
    Wir starten unsere Tour im Juli außerhalb der Saison.
    Gruß Viktoria

    • Patrick sagt:

      Hallo Viktoria,

      ja, es ist einen Ticken teurer als Thailand.

      Es hängt eben auch mit Rundung zusammen… Ein 50 THB Streetfood-Gericht in Thailand wird hierzulande eben auf 2 US$ aufgerundet. Es gibt eigentlich nur ganze Beträge oder endend auf 50 Cent auf Speisekarten.

      Einige lokale Restaurants bzw. Streetfood Stalls haben Karten mit Preisen in Riel. Da ist es dann immer günstiger, auch da Preise üblicherweise in 1000 Riel Schritten (also 25 Cent) ausgezeichnet werden.

      Alkoholische Getränke sind hingegen günstiger als in Thailand. Bier ab 0,50 US$ z.B. – da sind in Thailand ja eher 50 THB++ fällig – und das ist dann Chang 🙂

      Viele Grüße,
      Patrick

  5. Viktoria od zwei Mädels auf reisen sagt:

    Danke dir! Habe ich mir fast gedacht… aber 2$ sind aber immer noch günstig.
    Habe Stunden auf deinem Blog verbracht. Für die Kambodscha-Neulinge vieles Wissenswertes dabei. Wir wagen den Sprung über die Grenze ????

    • Patrick sagt:

      Ja, es ist günstig in Kambodscha…

      Ab ca. 2 US$ geht es los – das ist dann ein günstiges Gericht wie gebratener Reise mit Gemüse oder eine Suppe.

      Wagt den Sprung über die Grenze 😉

      Viele Grüße,
      Patrick

  6. Peter Wehr sagt:

    Hallo Patrick,
    Gemeinsam mit meiner Frau steht im März 2019 eine Reise nach Kambodscha an. Meine Frau hat multiple Nahrungsmittelunverträglickeiten. Sie verträgt u.a keinen Zucker (auch keinen Fruchtzucker) und keine Lactose. Ist eine Reise trotzdem zu empfehlen?
    Liebe Grüsse aus Köln

    • Patrick sagt:

      Hallo Peter,

      gute Frage – vorab: Ich bin kein Ernährungsexperte. Folgendes deshalb aus „Laiensicht“.

      Dass man sich mit Küche/Servicepersonal abspricht und sodann zu passenden Mahlzeiten beraten wird, halte ich in Kambodscha eher für wenig zielführend (schon wegen potenziellen Verständigungsproblemen).

      Auf den Speisekarten ist bzgl. Allergene auch nichts gekennzeichnet, wie das ja in Europa mittlerweile üblich ist.

      Laktoseintoleranz dürfte eher unproblematisch sein, da Kuhmilch in der Khmer-Küche (wie auch im übrigen Asien) kaum eine Rolle spielt. Ich meine auch einmal gehört zu haben, dass die Mehrheit der asiatischen Bevölkerung laktoseintolerant ist.

      Bzgl. Zucker / Fructose könnte das schon eher problematisch sein, da m.W. u.a. auch einige Gemüsesorten gemieden werden sollten und Saucen tendenziell problematisch sein können – und das ist neben neben Zutaten wie Reis, Fleisch und Eiern nunmal in vielen Gerichte ebenfalls verarbeitet.

      Einen klaren Tipp kann ich dazu also nicht geben. Das ist so mangels eigener Erfahrung mit der Materie – ich habe das Glück, eigentlich alles zu vertragen.

      Viele Grüße,
      Patrick

  7. Natalie sagt:

    Hallo Patrick,

    dein Blog ist echt toll!

    Kannst du mir eventuell etwas darüber berichten, ob man als Vegetarier/Veganer auch ausreichend Essbares findet? Bzw. wie bekannt/verbreitet ist der Vegetarismus in Kambodscha?

    Vielen liebe Dank im Voraus!
    Natalie

    • Patrick sagt:

      Hallo Natalie,

      bei der einheimischen / lokalen Küche enthalten die meisten Gerichte entweder Fleisch oder Fisch. Als Vegetarier kann in lokalen bzw. einfachen Restaurants die Auswahl deswegen durchaus eingeschränkt sein. Man findet aber etwas.

      Gerade in den größeren Orten gibt es aber durchaus viele Möglichkeiten. Da finden sich z.B. vegetarische Restaurants oder internationale Küche mit vegetarischen Gerichten.

      In Phnom Penh gibt es z.B. gute indische Restaurants mit leckerem vegetarischem Curry oder Tanduri.

      Die meisten Restaurants, die sich an Touristen richten, haben eine große Karte mit lokalen und internationalen Gerichten.

      Die Einheimischen / Khmer können mit vegetarischer Ernährung eher wenig anfangen…

      Viele Grüße,
      Patrick

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Trip AngkorPatrick (30) ist Reisejunkie, mehrmals im Jahr in Kambodscha und und kennt die Tempel von Angkor in und auswendig.
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