Auswandern nach Kambodscha: Visum, Lebenshaltungskosten und mehr

AuswandernKambodscha ist ein Land, in dem viele Auswanderer eine neue Heimat gefunden haben.

Viele kamen nach dem Ende vom Roten Khmer Regime, weil sie im vor einem Neuanfang stehenden Kambodscha das Abenteuer suchten.

Auswandern nach Kambodscha ist auch heute noch für viele ein Wunsch.

Die einfache Möglichkeit, ein Langzeit-Visum zu erhalten, und geringe Lebenshaltungskosten machen Kambodscha attraktiv.

7 Fragen an einen Deutschen Auswanderer

Andreas lebt mit seiner Familie seit 2007 in Sihanoukville. Auf dem Auswanderer-Blog Leben in Kambodscha berichtet er über Wissenswertes aus dem Alltag und gibt Tipps für Auswanderer.

Meines Wissens ist der Blog von Andreas der einzige deutschsprachige dieser Art. Deshalb freue ich mich, dass ich Andreas für ein Interview gewonnen konnte 🙂

Interview mit Andreas von Don Kong

Stelle Dich bitte kurz vor.
Ich komme aus Berlin, bin mit einer thailändischen Frau verheiratet und habe mit ihr einen gemeinsamen Sohn. Meine Familie und ich leben in der kambodschanischen Küstenstadt Sihanoukville. Ich treibe viel Sport, interessiere mich für Geschichte und schaue gerne gute Filme.
Weshalb bist Du nach Kambodscha ausgewandert und wohin hat es Dich gezogen?
Ich bin 1999 ursprünglich nach Thailand ausgewandert, wo ich mich auf einer Insel niedergelassen habe. Dies geschah mehr oder weniger spontan, während eines 3-wöchigen Urlaubs, in dem ich entschied, einfach dort zu bleiben. Die Gründe dafür waren zum einen eine tief sitzende Unzufriedenheit mit dem geordneten vorgegebenen Leben in Deutschland, aber auch eine ordentliche Portion Abenteuerlust. Erst 2007 bin ich mit meiner Familie von Thailand nach Kambodscha umgezogen.
Was hat Dich dazu bewogen, Dich in Sihanoukville niederzulassen?
Da ich in Thailand das Meer jahrelang direkt um die Ecke hatte und dies sehr zu schätzen gelernt habe, kam für mich auch in Kambodscha nur die Küste als neuer Wohnort infrage. Die Wahl fiel auf Sihanoukville, weil es die einzige Stadt war, in der es eine internationale Privatschule für unseren Sohn gab.
Womit verdienst Du Deinen Lebensunterhalt in Kambodscha?
Grundsätzlich verdiene ich unseren Lebensunterhalt als Webmaster im Internet. Parallel dazu habe für einen großen international operierenden Modeschmuckhersteller aus Thailand hier in Sihanoukville eine Produktion aufgebaut und diese 4 1/2 Jahre lang geleitet. Als Folge der Weltwirtschaftskrise musste das Unternehmen seine Operation in Kambodscha jedoch einstellen, sodass ich mich wieder voll und ganz auf meine Tätigkeit am Computer konzentriert habe.
Sprichst Du Khmer? Wenn nein, gibt es nennenswerte Nachteile dadurch für Dein Leben in Kambodscha?
Nein, ich spreche kein Khmer und nennenswerte Nachteile hat es bisher dadurch für mich auch noch nicht gegeben. Khmer ist für die meisten westlichen Ausländer nicht einfach zu erlernen und viele Kambodschaner hier sprechen Englisch, sodass man auch ohne gut zurechtkommen kann. Es ist aber ganz klar, dass es Vorteile hätte, wenn ich es könnte.

Planst Du, bis auf weiteres in Kambodscha zu leben oder kannst Du Dir vorstellen, bald weiterzuziehen
Natürlich mache ich mir ab und zu Gedanken darüber, wie die Zukunft aussehen wird. Kambodscha ist kein stabiles Land und ich habe gelernt, dass sich die Dinge in Südostasien schnell ändern können. Sollte in Kambodscha aber alles so bleiben wie bisher, sehe ich momentan keinen Grund hier wegzuziehen.
Zu guter Letzt: Was ist der wichtigste Tipp, den Du einem Kambodscha-Auswanderer mit auf den Weg geben würdest?
Wer keine Rente bezieht, oder andere regelmäßige Einnahmen hat, der sollte auf jeden Fall genug Geld und einen guten Plan im Gepäck haben. Ohne ausreichende finanzielle Mittel ist der Traum von einem neuen Leben in den Tropen schnell wieder vorbei.

Visum, Arbeitserlaubnis und Lebenshaltungskosten in Kambodscha

Visum / Aufenthaltsgenehmigung für das Leben in Kambodscha

Die Hürden, eine Aufenthaltsgenehmigung in Kambodscha zu erhalten, sind sehr niedrig. Auswandern ist von der bürokratischen Seite her vermutlich nirgends einfacher.

Kambodscha bietet ein Business-Visum an. Das gibt es entweder bei der Kambodschanischen Botschaft in Deutschland oder sogar als Visa-on-Arrival an den Flughäfen Siem Reap und Phnom Penh.

Die Besonderheit: Ein geschäftlicher Zweck der Reise muss nicht zwingend vorliegen.

Investitionen oder Gründung von einem Unternehmen, Nachweise zu Einkommens- oder Vermögensverhältnissen, ein Einladungsschreiben oder andere bürokratische Hürden gibt es beim Business-Visum für Kambodscha nicht.

Ein mindestens sechs Monate gültiger Reisepass, eine freie Seite für das Visum und ein Passbild sind neben dem ausgefüllten Antrag ausreichend.

Das Business-Visum wird für zunächst dreißig Tage erteilt, kann dann aber direkt in Kambodscha um bis zu weitere zwölf Monate verlängert werden. Das geht beliebig oft.

Jedoch: Für das EB-Visum (Verlängerung 6 Monate oder 12 Monate) wird mittlerweile eine gültige Arbeitsgenehmigung (Work Permit) gefordert und auch begonnen, überprüft zu werden.

Die Arbeitsgenehmigung (Work Permit) gibt es zwar vergleichsweise einfach, jedoch müssen sich Auswanderer auf diese zusätzliche bürokratische Hürde einstellen.

Nicht betroffen sind Verlängerung auf ein EG-Visum (arbeitssuchend), ER-Visum (Rentner-Visum) und ES-Visum (Studenten-Visum). Hier ist eine Arbeitsgenehmigung (Work Permit) entbehrlich.

Aktuell wird aus Kambodscha berichtet, dass die Voraussetzungen für die einzelnen Visa-Typen noch nicht streng überwacht werden.

So soll es den ein oder anderen Rentner in Kambodscha geben (ER-Visum), der das 30. Lebensjahr noch nicht abgeschlossen hat 😉

Jedoch ist zu erwarten: Künftig werden die Voraussetzungen für das Visum wohl strenger kontrolliert. Für einen Rentner in Kambodscha dürfte das heißen: Nachweise über den Rentner-Status z.B. in Form von Rentenbescheiden dürften erwartet werden.

Die Verlängerung auf ein Jahres-Visum kostet ca. 300 US$.

Arbeitserlaubnis zum Arbeiten in Kambodscha

Auswandern in Kambodscha

Leben und Arbeiten in Südostasien – für viele ein Traum

Auch eine Arbeitserlaubnis ist vergleichsweise einfach zu bekommen.

Voraussetzung ist ein gültiges Business-Visum.

Mit Reisepass, Passbildern und einem Gesundheitszeugnis von einem Kambodschanischem Amtsarzt stellt dann das Arbeitsministerium die Arbeitsgenehmigung aus.

Es gibt nur wenige regulierte Berufe, bei denen das nicht ohne weiteres möglich ist.

Mittlerweile kann die Arbeitsgenehmigung (Work Permit) über ein Online-Portal beantragt werden.

Die Arbeitsgenehmigung gilt für ein Jahr und kann anschließend neu beantragt werden.

Nun musst Du Dir keine Illusionen machen, dass Kambodscha einen florierenden Arbeitsmarkt mit gut bezahlten Jobs für Auswanderer bereithält.

Wer Auswandern möchte, braucht einen guten Plan.

Nur Hilfsorganisationen und NGOs beschäftigen im größeren Stil Ausländer in Kambodscha. Das sind meist befristete Expat-Verträge.

Die meisten Auswanderer betreiben ihr eigenes Unternehmen oder haben andere Einkünfte. Die beliebteste Branche ist der Tourismus und so gibt es viele Auswanderer, die ein Restaurant, ein Guesthouse oder eine Bar haben.

Die vielen Touristen, die Angkor Wat besuchen, machen vor allem Siem Reap zu einem beliebten Ort für Ausländer, um ein eigenes Business in Kambodscha zu starten.

Doch hier ist zu beachten: Der Wettbewerb ist groß und letztlich benötigt der Auswanderer, der dauerhaft Erfolg haben will, ein gutes eigenes Geschäftskonzept.

Lebenshaltungskosten in Kambodscha

Leben in Kambodscha ist günstig. Natürlich kommt es immer darauf an, welchen Lebensstandard Du erwartest.

Die beliebtesten Auswanderer-Städte in Kambodscha sind Phnom Penh, Siem Reap und Sihanoukville.

Ein einfaches Studio-Apartment gibt es ab 150 US$ pro Monat. Da sind Strom, Wasser und Internet bereits einberechnet.

Sihanoukville ist sehr günstig, Siem Reap etwas teurer und in der Hauptstadt Phnom Penh fallen die höchsten Mieten an.

Öffentlicher Nahverkehr ist Fehlanzeige in Kambodscha. Zumindest faktisch.

Für Dein Leben in Kambodscha benötigst Du deshalb mindestens ein Motorrad, um von A nach B zu kommen. Dafür fallen noch einmal 20 US$ Spritkosten im Monat an.

Essen in lokalen Restaurants gibt es ab 2 US$ pro Mahlzeit. Bist Du sparsam unterwegs und kochst häufig selber, kommst Du mit 200 US$ Haushaltsgeld über die Runden.

Im Supermarkt sind Waren für den täglichen Gebrauch ein wenig teurer als in Nachbarländern. In Kambodscha wird einfach wenig selbst produziert und die Logistikkosten durch die marode Infrastruktur treiben die Preise ein wenig nach oben.

Macht summa summarum 370 US$ Lebenshaltungskosten pro Monat.

Das ist das Notwendigste. Was noch fehlt, ist soziale Absicherung.

Das Gesundheitssystem von Kambodscha ist bescheiden. Guten Behandlungsstandard bieten die wenige private Kliniken.

Um gegen etwaige Behandlungskosten abgesichert zu sein, macht eine internationale Krankenversicherung Sinn. Die gibt es je nach Anbieter und Alter des Versicherungsnehmer ab ca. 100 US$ pro Monat.

Veröffentlicht am Patrick
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Kommentare zum Beitrag - Auswandern nach Kambodscha: Visum, Lebenshaltungskosten und mehr
  1. Charly sagt:

    Hallo liebe Reisende!

    Mein Name ist Charly, bin aus Österreich und 54 Jahre. Habe schon Jahre in Thailand gelebt und könnte mir nun vorstellen mit meiner Rente in Sihanoukville zu leben. Ich habe aber eine Menge Fragen dazu.
    Wer kann mir hierbei helfen? Bitte.
    Danke euch.

    lg Charly

  2. ulrich kremer sagt:

    moin moin,
    nach vielem reisen möchte ich sesshaft werden. eine kleine hühnerfarm in kambodscha wäre mein traum. hat jemand ahnung oder erfahrung ob das in kambodscha überhaupt sinn macht ?
    über tips oder hinweise würde ich mich sehr freuen.

    • Patrick sagt:

      Hallo Ulrich,

      „Sinn machen“ im Sinne von man kann gutes Geld damit verdienen? Das wohl nicht.

      Zumal Landwirtschaft auch eine Branche ist, die Einheimische bedienen.

      Wenn es eher um ein Hobby geht – wieso nicht.

      Viele Grüße,
      Patrick

    • Victor Walker sagt:

      Mit einer Hühnerfarm wird in Kambodscha keiner reich. Ein Ei kostet auf dem lokalen Markt 0,10$, ein geschlachtetes, einheimisches Hühnchen ca. 4$. Importiertes Hühnerfleisch aus Thailand 2,25$ pro Kilo. Hier gibt es genug arme Bauern die Hühner züchten.

  3. Reinhard Dittrich sagt:

    Hallo Patrick,

    ich bin Polizeibeamter und gehe zwar erst in 5 Jahren in Pension, möchte aber jetzt schon Informationen einholen.
    Da ich gerne den Winter in Deutschland entfliehen möchte, würde ich gerne zwischen November und März meine Zeit in Kambodscha verbringen. Wie gehe ich am Besten vor (fange „bei Null“ an)?

    Gruß
    Reinhard

    • Patrick sagt:

      Hallo Reinhard,

      ich würde zunächst das Land ein wenig erkunden – also ein normaler Urlaub für 2-3 Wochen. Denn „bei Null“ verstehe ich so, dass Du noch nie da warst.

      Nach einem Urlaub solltest Du ein Gefühl haben, wo Du Dich am wohlsten fühlst. Dort würde ich mich bei der ersten „Überwinterung“ nach einer Unterkunft (z.B. Apartment oder kleines Haus) mit 6-Monate-Mietvertrag umschauen.

      Visum ist in Deinem Fall kein Problem – als Pensionär kannst Du das „Ordinary Visa“ (30 Tage bei Einreise als Visa on Arrival) per „ER-EoS“ (Extension of Stay für Renter – „Rentnervisum“) um 3 Monate, 6 Monate oder gleich 12 Monate verlängern.

      Viele Grüße,
      Patrick

  4. Reinhard Dittrich sagt:

    Hallo Patrick,

    schönen Dank für die Antwort!!

    Dann werde ich mal einen Urlaub buchen. Am Besten natürlich auch in der Zeit, in der ich überwintern möchte.
    Meine Frau möchte natürlich auch mit. Ich denke, ich werde nur den Flug klar machen und mir eine Unterkunft über Internet suchen. Schätze mal, das ist günstiger, als wenn ich eine Pauschalreise buche.
    Vielen Dank nochmal!!!!
    Ach ja, wenn jemand einen Tipp hat, wäre ich dankbar (mein Budget ist leider nicht so groß….) 🙂

    Gruß
    Reinhard

    • Nikitouche sagt:

      Hallo Reinhard, ich erlaube mir dir auch unsere Erfahrungen zum Thema zu schreiben.Wir sind regelmässige Süd-Ost-Asien- Reisende. Niemals im Pauschalbereich. Aber gerne immer vorgebucht, gerade für die erste Zeit an einem neuen Ort. Die Hitze und die fremde Umgebung kann einem gerade als „Neuankömmling“ aus dem kalten Europa ganz schön zu schaffen machen und man könnte sich schnell nerven, denn dort tickt die Uhr anders und man sollte vorallem eines niemals in der öffentlichkeit tun: sich genervt zeigen. Das können die dort nämlich überhaupt nicht verstehen. Also kurz gesagt: lieber erstmal ein kleines Guesthouse für eine Woche vorbuchen und dann weitersehen. Die Preise sind mittlerweile nicht mehr so anders wenn man die üblichen Buchungsportale benutzt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es so gut wie nie billiger ist. Bitte lasst euch am Anfang nichts reinreden. Das könnt ihr nur, wenn ihr eine vorübergehende Unterkunft habt. Schon auch deshalb, weil es doch mehrere eventuelle Orte gibt, wo ihr leben könntet. Wir fanden z.B. Siem Reap besonders gut. Dort herrscht meist angenehmes Wetter, also natürlich auch mit Regenzeit, aber es ist nicht ganz so schwül und es gibt kaum Stürme, wie an den Küsten. Sihanoukville hatte uns übrigens überhaupt nicht gefallen; dazu muss ich aber sagen, dass wir nur zwei Tage da waren (weil wir es nicht länger ausgehalten haben). Sihanoukville hat natürlich den grossen Vorteil, dass es Strände gibt und vielleicht gibt es ja in südlicher Richtung noch ein paar heimeliche Abschnitte. Der Abschnitt am Pier war für uns jedenfalls Horror. Die Strandbars die reinste Abzocke und es vergangen keine fünf Minuten, wo uns nicht irgendjemand irgendwas verkaufen wollte… da fällt das Freundlichbleiben selbst geübten Asien-Travellers schwer (muss man aber!). Die Inseln davor sind allerdings traumhaft; das schönste, was wir je an Inseln gesehen haben (ähnlich wie Koh Phi Phi vor 30 Jahren). Leider sind die wenigen korrekten Unterkünfte auch relativ teuer (für kambodschanische Verhältnisse). Das liegt wohl auch daran, dass fast alles mit Schiffen angeliefert werden muss; Auf diesen kleinen Inseln ist auf Dauer auch wirklich nicht viel los. Es gibt dort keine Langzeittouristen, wo man sich dann schnell einsam fühlen könnte. Nach zwei Wochen wird’s langweilig. Ich möchte da jedenfalls nicht dauerhaft leben!
      Sehr angenehm in fast jeder Hinsicht empfanden wir die Kleinstadt Kampot an der Südküste, (das ist dort, wo der Pfeffer wächst! Nicht weit von der vietnamesichen Insel Phu Quoc). Die kleine Stadt ist im Aufbruch und liegt idyllisch an einem Fluss (wo es sich bestimmt gut leben lässt; eine Villa am Fluss mit einem Steg und Holzterrasse wäre dann eine Option). Vor der Stadt, zum Meer hin, wird auch Meersalz abgebaut, weshalb es keine richtigen Strände in der Nähe gibt. Die Menschen in Kampot sind noch nicht so „touristenversaut“, überaus freundlich und hilfsbereit. Die Kolonial-Häuser werden dort gerade eifrig und schön restauriert. Wir würden dann eher zu einer dieser Stadtvillen neigen. Wenn man einen Pool zur Verfügung hätte, wäre alles gut… Zum nächsten Strand, beim kleinen Städtchen Kep gelegen, sind es mit dem Moped nur ca. 45 Minuten. Wir sind dort ohne Probleme hingefahren; die Strasse ist frisch betoniert. Wir hatten aber auf dem Weg noch irgendwelche Höhlen und die Pfefferplantagen besucht, daher kann ich die genaue Fahrzeit nicht sagen.
      Ansonsten könntet ihr vielleicht noch mal Battambang anschauen. Das soll ja auch jetzt in den Aufschwung kommen. Aber wir waren nicht dort. Das werden wir aber bei unserem nächsten Trip nach Kambodscha in 2019 nachholen.
      Phnom Penh war uns eindeutig zu quirlig. Lärmig und Strassenverkehr ein kleines bisschen wie in Bangkok. Ausserdem ein nicht zu unterschätzender Nachteil war tatsächlich, dass wir dort eigentlich kaum „normal“ zu Fuss gehen konnten (nur an der Uferpromende), weil es eindeutig zu viele grosse SUV-Autos gibt, die in den engen Strassen auch alle Gehwege zuparken; man musste somit wirklich alle drei Meter auf die Strasse, wo natürlich ein echter Asien-Strassenverkehr herrscht. Auch wenn sich das kleinlich anhört – das war wirklich nervig. Also da ist es mir lieber in Bangkok!!! Aber auch in Phnom Penh waren alle Menschen extrem freundlich. Und man kann dort wunderbar schlemmen!
      Auch Battambang könnte eine Wohnoption für Westler sein, denn es hat auch die schönen Kolonialbauten, liegt strategisch günstig, hat auch weniger fiese Regenzeit und die Nähe zum Tonle Sap ist auch schön.
      Naja, wir möchten übrigens auch in ca. 6 Jahren also zur Rente nach Kambodscha im 6/6-Monate-Auswandermodus leben wollen. Das wäre klasse und es ist absolut normal sich jetzt schon umzuschauen. Jeder hat ja auch andere Vorstellungen. Wir reisen seit 25 Jahren nach Süd-Ost-Asien und dann meist zwei bis drei Monate. Wir haben schon einiges gesehen. Da wir zwischen Party, Kultur und Natur bzw. Strand pendeln, ist die Wahl nicht einfach. Wir werden auf alle Fälle versuchen noch einige Male in Kambodscha herumzureisen, denn bisher ist dieses Land unser Favorit. Es gibt dort eine sehr schöne exotische Natur in Kambodscha, seltene Tiere, schöne noch jungfräuliche Küstenabschnitte. Aber auch viel abgeholzte „tote“ Landschaften, wie z.B. gleich hinter Sihanoukville, Richtung Phnom Penh – etwas öderes hatte ich bis dato noch nicht gesehen. Die Religion, also der Buddhismus ist sehr angenehm und schenkt auch uns Ruhe und Gelassenheit. Die Menschen sind einfach toll und eigentlich immer gut drauf, wenn man ihnen ebenso freundlich entgegenkommt. Die Preise stimmen (noch). Die Esskultur ist einfach umwerfend (von jedem etwas: Thai – Vietnamesisch, Chinesisch, Malayisch, ein bisschen Französisch, und ein kleines bisschen Englisch auch…).
      Einziger Nachteil ist vielleicht, dass man sich damit abfinden muss, dass die Politik sehr korrupt ist und man dies zudem noch uneingeschränkt akzeptieren muss (sonst bleibt man besser in Europa). Und wie fast überall in SOA kann man sich auch dort nicht so ohne weiteres auf sein „Recht“ berufen. Es ist in SOA nicht gern gesehen, wenn sich westliche Ausländer über Missstände aufregen oder eben lauthals auf ihr Recht pochen. Man muss manchmal lernen, herunterzuschlucken, ganz so wie die Asiaten es von klein auf gelernt haben. Das Recht haben dort die nur die Authoritäten bzw. diejendigen, die viel Geld=Macht besitzen.
      Viel Spass beim Entdecken. LG, Nikitouche

  5. benny scheerer sagt:

    hallo patrick. zuerst sage ich dir, ich finde deine seite super. falls wieder welche nach auswandern nach kambodscha und da speziell sihanoukville meinen, denen kannst sagen, unterschied zwischen phuket z.b. oder anderen inseln/touristenzentren in thailand, wie tag und nacht. ich war erst vor wenigen tagen für rund 8 tage von phuket kommend, wo ich als rentner schon über 6 jahre lebe, in dieser stadt, bzw. umgebung. fast alle strände dort total vermüllt, die strassen an stränden entlang wie an otres beach usw sand- bzw lehmpisten nach regen. die anderen, zementierten oder asphaltierten fasst nur schlaglochpisten. dazu überall jede menge abfall den strassen entlang. dazu kommen jede menge an casinos für chinesen und entsprechende monsterbauten direkt an stränden. und wer dort einigermassen europäischen standart für essen und trinken sucht, bezahlt in den zwei supermärkten (eher bruchbuden) rund das doppelte wie auf phuket. ausnahme kippen dort wirklich günstig. eigentlich schaute ich mir sihanoukville nur an, weil ich dachte ortswechsel vielleicht von phuket nach sihanoukville. aber da ich kein masochist bin, kommt das für mich nicht in frage. allerdings fand ich die khmer sehr nett, hilfsbereit und freundlich, und ihr englisch im vergleich zu den thais auf phuket wirklich super. dazu zocken die khmer auch touristen kaum ab. übrigens, was mir ein wirklicher expat in sihanoukville sagte, verkaufen das expats, die aus thailand flogen, sich dort nie wieder sehen lassen dürfen, in foren sihanoukville als reinstes paradies. kein wunder, wer aus dem paradies vertrieben wurde, für den ist dann hölle paradies 😉

    • Patrick sagt:

      Hallo Benny,

      ich kann Deine Meinung durchaus verstehen.

      Bei der Wahl des Auswanderer-Zieles gibt es durchaus verschiedene Vorlieben und ich kenne durchaus Expats in Sihanoukville, die zuvor in Thailand lebten und „freiwillig“ dort sind (und auch glücklich).

      Infrastruktur war schon immer schlecht, Sihanoukville der wohl „gesetzloseste“ Ort in Kambodscha und dass die chinesischen Touristen und Investoren nicht nur das schnelle, einfache Geld bringen sondern auch Probleme, wird so langsam auch klar.

      Mir fallen in Kambodscha ebenfalls bessere Orte als Sihanoukville zum Niederlassen für Auswanderer ein. Jedoch kenne ich durchaus Expats, die in Sihanoukville leben und sich dort (weiterhin) wohl fühlen.

      Man muss Sihanoukville dann eben lieben wie es ist – mit Ecken und Kanten 🙂

      Aufgrund des Wandels in Sihanoukville sind zuletzt viele Auswanderer nach Kampot abgewandert…

      Viele Grüße,
      Patrick

  6. uwe alvermann sagt:

    hallo patrick,
    bist du bei den air asia 2x20kg sicher? deren seite sagt, dass dies nur für flüge aus usa gilt. habe denen diesbzgl. eine frage gemailt,
    aber nur eine „casenumber“ und keine antwort erhalten.den flug kann ich z.zt. nicht buchen. die nächste frage: was zahle ich monatlich für einen tv-anschluß mit internationalen programmen (wie üblich in hotels) und internetanschluß? danke vorab, alles gute – alfa

    • Patrick sagt:

      Hallo Uwe,

      bei AirAsia hast Du erstmal keine Freigepäckmenge (Billigflieger), sondern buchst das Gepäck über ein Paket oder die separate Auswahl dazu. Bei mir ließen sich da immer bis zu 40 kg auswählen.

      Für den Flug nach Kambodscha gilt statt dem „Stückkonzept“ (Abschnitt USA, „per piece“) das „Gewichtskonzept“. D.h. die 40 kg kannst Du beliebig aufteilen (z.B. 2 x 10 kg und 1 x 20 kg). Maximal darf ein einzelnes Gepäckstück 32 kg wiegen.

      https://support.airasia.com/s/article/How-do-I-upgrade-my-baggage-allowance-en?language=en_GB

      Ich würde direkt auf der AirAsia-Webseite buchen, denn Online-Reisebüros bieten meist nicht alle Zusatzleistungen wie Gepäck zur Auswahl an. Gleich bei Buchung ist günstiger als nachträglich.

      Bzgl. TV in Kambodscha musst Du dich selbst informieren – ich schaue selbst (fast) kein Fernsehen 🙂 Im Standard-Kabel gibt es m.W. nur die üblichen internationalen Kanäle wie BBC.

      http://www.ppctv.com.kh/tvservices/index.xhtml?main=5&at=6

      Viele Auswanderer nutzen m.W. TV-Streaming über den Internetanschluss (IPTV).

      Viele Grüße,
      Patrick

  7. Markus sagt:

    Hallo Patrick

    Danke für diese Seite hier und Deine Tipps! Finde ich sehr gut.

    Ich bin Schweizer und 52 Jahre alt. Wie läuft das genau mit dem Visum?

    Auf der Homepage des Cambodia-Konsulats in der Schweiz steht nichts konkretes bezüglich „Rentner-Visa“.

    Ich möchte mich niederlassen. Und ab und zu auch mal wieder die Schweiz bereisen.

    Welches Visum muss ich beantragen? Wie gehts dann weiter?

    Ich lese nur überall, dass es verhältnismäßig einfach sei in diesem Land zu leben.

    Ich werde nichts mehr arbeiten. Möchte mich nur zur Ruhe setzen 🙂 .

    Kannst Du mir einen Rat geben?

    Vielleicht habe ich es überlesen und Du hast es irgendwo schon einmal beantwortet. Sorry wen dem so währe;-).

    Danke für Deine / Eure Antworten und Gruss

    Markus

    • Patrick sagt:

      Hallo Markus,

      auf der Webseite der Botschaft findet sich zum Thema „Rentner-Visum“ nichts, da zunächst für alle Arten eines Langzeit-Visums ein „Ordinary-Visa“ (Typ „E“ – auch „Business Visa“ genannt) erforderlich ist.

      Du musst das „Ordinary-Visa“ nicht zwangsweise bei der Botschaft beantragen. Es ist auch als „Visa on Arrival“ bei der Einreise bzw. Ankunft in Kambodscha erhältlich.

      Diese Visum gilt dann zunächst für 30 Tage und die Verlängerung auf ein „Rentner-Visum“ für bis zu 12 Monate machst Du innerhalb von Kambodscha (dann als „Extension of Stay“ – Typ „ER“ – retirement).

      Mehr dazu hier: https://tripangkor.com/kambodscha/kambodscha-visum/

      Für die Verlängerung wendest Du Dich am besten an einen „Visa-Agent“ in Kambodscha.

      Bei „vergleichsweise jungen Rentnern“ wie Dir kann es sein, dass Du nach Unterlagen gefragt wirst, wenn Du die „ER“-Verlängerung nach den initialen 30 Tagen machst.

      Ich würde hier empfehlen, dass Du ein Bestätigungsschreiben über Deinen Renter-Status und ggf. auch Kontoauszüge, die monatliche Pensionszahlungen dokumentieren, bereithältst.

      Viele Grüße,
      Patrick

  8. Viktoria sagt:

    Hallo – erst einmal – tolle Seite!
    Bei mir geht es um folgendes: Ich gehe Ende des Jahres in den vorzeitigen Ruhestand (63 J.) – und für mich steht es auf alle Fälle fest, dass ich spätestens Mitte 2019 auswandern werde – Südostasien ist Pflicht. Mein Plan ist es, zunächst nach Phuket zu gehen (dort lebt mein Sohn seit ca. 4 Jahren). Da aber meine Rente nur ca. 800€ netto beträgt, wird Phuket bzw. Thailand wohl nicht mein Endziel sein, eher Zwischenstation. Ich überlege noch Myanmar oder Kambodscha. Wie sieht es für alleinstehende Frauen aus? Gibt es da besondere Schwierigkeiten? Hat jemand von euch Erfahrung? Oder weiß noch jemand über Myanmar Bescheid? Danke für eure Antwort!

  9. Joris sagt:

    Hallo Patrick.
    Vom Pensionsalter bin ich noch weit entfernt. Bin CH-Bürger und beziehe hier in der Schweiz eine IV-Rente (Invalidenrente, aus psychischen Gründen). Das heisst, eine monatliche Einnahme ist bei mir wohl vorhanden, wenn auch sehr tief und das könnte ich auch mit Dokumenten, wie Lohnausweisen, Kontoauszügen belegen. Aber ich habe noch ein wenig Vermögen, und zwar so, dass ich in Länder, wo ja der Lebensstandard nicht sehr teuer ist, meiner Meinung nach auch gut durchkommen könnte. Auf jeden Fall besser als in der Schweiz. Denn anspruchsvoll bin ich auch nicht. Jetzt komme ich zur eigentlichen Frage: Kann ich also durch diese IV-Rente auf ein solches ER-Visum hoffen, oder könnte das schwierig werden. Nochmals. Finanziell könnte ich trotz dieser tiefen Rente sehr wohl durchkommen in diesem Land, aber das ich geschäftsmässig etwas erreichen könnte, das denke ich kaum. Darum geht es mir in erster Linie einfach um ein neues Zuhause wo ich sein kann, glücklich werden kann. Denn bei allem Luxus und guter Organisation hier in der Schweiz bin ich das nicht und ist auch einer der Hauptgründe warum es mir hier nicht so gut geht. Wenn ich dann in Kambodscha durch irgendeinen glücklichen Zufall eine Arbeit finde, das würde ich auch nicht abschlagen, aber das war für mich in der Schweiz schon sehr schwer, von daher mach ich mir hier keine Illusionen und ist wie gesagt auch nicht mein Ziel. Aber ich würde keinem Kambodschaner auf der Tasche liegen, das kann ich schon mal so behaupten.
    Ich habe im Sinn nächstes Jahr einmal ein wenig südostasische Luft zu schnuppern, mir einmal ein Bild machen, aber wie gesagt. Es ist ein innerer Wunsch, mich hier eventuell niederzulassen, hier ist es vermutlich am besten möglich, denn Thailand, wo so viele davon schwärmen würde es mir auch sehr gefallen, aber um länger dort zu bleiben zu können, gibt es doch sehr viele Hindernisse.

    Gruss J.

    • Patrick sagt:

      Hallo Joris,

      prinzipiell sollte das gehen, ja.

      Unter ca. 55 Jahre wird regelmäßig ein Nachweis über den Rentner-Status gefordert – den solltest Du ja haben. Schau mal hier den ausführlichen Kommentar, den ich eben zu einer ganz ähnlichen Frage schrieb:
      https://tripangkor.com/kambodscha/kambodscha-visum/#comment-1816

      Ob es bei sehr jungem Alter trotz Nachweis ggf. Probleme gibt, weiß ich nicht. In Kambodscha ändern sich Dinge häufig und der eine erlebt so, der andere so…

      Viele Grüße,
      Patrick

      • Joris sagt:

        Vielen Dank für die Antwort

        Ich denke probieren geht über studieren. Ich werde es mal auf der Schweizer Botschaft in Kambodscha nachfragen wenn ich dann mal unten bin, die werden mir ja nicht den Kopf ausreissen, und vielleicht findet man ja tatsächlich eine Lösung.

        Gruss J.

        • Patrick sagt:

          Hallo Joris,

          ja, wenn Du den Plan umsetzen willst, würde ich auf jeden Fall Rentenbescheinigungen mitbringen bzw. mich schon in der Schweiz darum kümmern, diese zu übersetzen (Englisch) und beglaubigen zu lassen.

          Dann sollte es eigentlich mit dem Rentner-Visum klappen – jedoch ist nichts in Stein gemeißelt.

          Als Ergänzung noch: In Kambodscha unterhält die Schweiz m.W. keine Botschaft. Soweit ich weiß, ist die Botschaft in Bangkok für die Betreuung von Kambodscha-Residenten zuständig.

          Viele Grüße,
          Patrick

          • Joris sagt:

            Hallo Patrick

            Vielleicht findest du wieder mal Zeit um mir noch diese Fragen zu beantworten

            Wie gesagt, Ziel ist es für mich mich einmal im Raum Südostasien niederzulassen. Und da möchte ich eigentlich nicht warten bis ich dann mal 50 oder älter bin. Alle Tipps die ich von dir erhalten habe werden bereits umgesetzt. Rentenbescheinigung etc. wird übersetzt, beglaubigt, mal sehen ob dies dann tatsächlich zum Erfolg führt für ein Jahres-Visum oder sogar noch längeren Aufenthalt.
            Vorerst interessieren mich aber noch folgende Dinge

            1. Frage: Erhält man das normale Tourist Visa noch immer on Arrival
            2. Ist es danach also theoretisch möglich wieder nach 1 Monat + ev. Verlängerung wieder Kambodscha zu verlassen und dann mit einem neuen Tourist Visa, wieder on Arrival, wieder nach Kambodscha reinzugehen.
            2.1 Falls ja, wie lange müsste ich Kambodscha verlassen um dann wieder ein neues Tourist Visa machen zu lassen.
            2.2 Wie oft wäre dies pro Jahr möglich auf diese Art.
            2.3 Solange das Gesetz nicht ändert wäre dies dann auch jedes Jahr aufs Neue wieder so möglich?

            Falls mich nämlich je ein Grenzbeamter fragt, warum ich denn so oft komme, dann werde ich genau das sagen, was Tatsache ist. Nämlich, dass ich ja eigentlich im Sinn hätte dauerhaft hier zu bleiben, jedoch vorerst kein Jahresvisum erhalte oder sonstige Visa um wierklich lange zu bleiben. Darum mache ich das so.
            Manchmal fragen sie ja nach Begründungen, das wäre meine jedenfalls.

            Gruss J.

          • Patrick sagt:

            Hallo Joris,

            ja, mit Bescheinigung und in der Hinterhand Nachweise über regelmäßige Zahlungen sollte es eigentlich gehen – ein fixes Mindestalter für das Rentner-Visum gibt es nämlich nicht.

            • Um auf das Rentner-Visum zu wechseln (ER-EoS) brauchst Du ein Ordinary-Visa (Typ E) und nicht das Touristen-Visum (Typ T). Beides ist als Visa on Arrival erhältlich.
            • Ja, das sollte kein Problem sein. 30 Tage + 30 Tage Verlängerung – alle 60 Tage müßtest Du raus.
            • Bislang weiß ich nichts davon, dass „Visa Runs“ aktiv unterbunden werden. Es sollte auch am gleichen Tag machbar sein.
            • Es gibt kein fixes Limit. Ggf. wird man befragt, was man den in Kambodscha treibt. Erfahrungsgemäß grinst der Grenzbeamte dann und stempelt 🙂
            • Prinzipiell ja – Nachfragen dürfte es aber geben.

            Wenn es mit ER-EoS nicht klappt, würde ich Dir aber eher empfehlen, EG-EoS (Visum für Arbeitssuchende) zu machen. Damit gibt es 30 Tage + 6 Monate ohne jegliche Dokumentation / Nachweise. Danach musst Du zwar raus (kann nicht weiter verlängert werden). Aktuell gehen da auch „Visa Runs“ – d.h. es wäre nur alle 7 Monate notwendig.

            Wie gesagt – ich denke bei Dir sollte auch das ER-EoS klappen. Dann kannst Du Dir den Aufwand ganz sparen und bist „sauber“.

            Viele Grüße,
            Patrick

  10. Joris sagt:

    Hallo Patrick

    Ja, das mit dem EG-EoS (Visum für Arbeitssuchende)wäre eine feine Sache. Geht das etwa genau so wie die oben geannten Tourist und Rentner Visa on Arrival oder wo kriege ich das?
    6 Monate bleiben ohne schlechtes Gewissen. Und auch das kann man theoretisch 2 x im Jahr auf diese Art machen, und dann alle Jahre wieder? Man wäre sozusagen eigentlich dauerhaft in Kambodscha, muss halt zwischenzeitlich wieder das Visum erneuern. Ich denke, solange der Grenzwerter und somit das Land meine Dollars kriegen, und ich mich gut benehme im Land, solange sollte es eigentlich auch keine grossen Probleme geben, sehe ich das richtig?

    Gruss J.

  11. Joris sagt:

    Hallo Patrick

    Noch eine kleine Ergänzung. Natürlich hast du recht, wenn ich tatsächlich ein Rentner-Visum erhalten würde(ER-EoS)dann wäre dies natürlich viel angenehmer darum noch ein paar Fragen dazu.
    1. So wie ich das richtig verstanden habe holt man sich zuerst on Arrival das normale Ordinary-Visa (Typ E) und erst dann wenn ich es verlängere, dann erhalte ich wenn dann auch die Bedingungen dafür erfüllt sind auf Wunsch und gegen entsprechend Geld letztendlich das Rentnervisum (ER-EoS).
    2. Wo also mache ich diese Verlängerung bzw. Antrag für das Rentnervisum(ER-Eos). Gibt wohl verschiedene Möglichkeiten, aber vielleicht ist es an einigen Stellen seriöser als an anderen, oder braucht es da keine Bedenken.
    3. Und auch hier noch abschliessend die Frage, wenn es dann mit dem Rentner-Visum (ER-EoS) klappen sollte, dann wäre dies wohl auch auf jedes neue Jahr wieder möglich so zu erneuern oder?
    3.1 Und wenn man es dann erneuern würde bräuchte ich da jedes Jahr wieder zuerst das normale Ordinary-Visum und erst beim nächsten Schritt wieder das (ER-EoS). Oder würde man auf Anhieb auf jedes neue Jahr wieder das (ER-EoS) erhalten.

    Gruss J.

    • Patrick sagt:

      Hallo Joris,

      das Ordinary Visa (Typ E) ist Voraussetzung sowohl für EG-EoS (arbeitssuchend) wie auch ER-EoS (Renter-Visum). Das Ordinary Visa gibt initial 30 Tage Aufenthalt und ist auch als Visa on Arrival erhältlich.

      Verlängerung zu ER-EoS dann innerhalb von Kambodscha. Es sind 12 Monate möglich (Jahresvisum) und das Rentner-Visum kann beliebig oft verlängert werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

      Für die Verlängerung ist kein neues Ordinary Visa notwendig – es gibt einen neuen ER-EoS.

      Eigentlich jeder Auswanderer bzw. Expat in Kambodscha nutzt für Verlängerungen einen Visa Agent. Der Agent kümmert sich um die Formalitäten für eine kleine Gebühr. Einen Visa Agent gibt es in jedem größeren Ort. In großen Städten wie Phnom Penh gibt es sogar eine Vielzahl…

      Viele Grüße,
      Patrick

  12. Joris sagt:

    Hallo Patrick

    Nur noch dies, dann hätte ich vorläufig die wichtigsten Informationen zusammen.

    1. Also wie du gesagt hast ist für beide Varianten das Ordinary-Visa (Typ E) notwendig, Verlängerung zu ER-EoS (Rentner-Visum) dann innerhalb von Kambodscha. Gilt das also auch für das EG-EoS (arbeitssuchend)?

    2. Muss man den Grenzbeamten für eine Ausstellung des Ordinary Visa (Typ E) on Arrival auch ein Ausreise-Ticket oder so vorweisen, so wie bspw. beim Tourist-Visum?
    2.1 Und später, dann eben, wenn man das Ordinary auf ER-EoS oder EG-EoS wechselt?

    Danke im Voraus

    Gruss J.

    • Patrick sagt:

      Hallo Joris,

      ja, für ER-EoS und EG-EoS ist jeweils das „Ordinary Visa“ (Typ E) Voraussetzung.

      Meiner Erfahrung nach fragen Grenzbeamten nicht nach Tickets. Jedoch werden die Fluglinien immer pingeliger.

      Beim Check-In wird man mit One-Way-Tickets häufig gefragt und es kann durchaus vorkommen, dass die Airline die Beförderung ohne Weiterreiseticket verweigert.

      Es gibt da genug Möglichkeiten (günstiges Bus-Ticket in Nachbarland reicht meist auch, flexibles Flugticket buchen und nach Ankunft stornieren…).

      Viele Grüße,
      Patrick

  13. Joris sagt:

    Also das heisst auch eine Hotel-Reservation verlangen zumindest die Grenzbeamten bei On Arrival weder für das
    – Ordinary Visa“ (Typ E)
    noch für das
    – Touristen-Visum (Typ T)?

    Das waren meine Letzten Fragen versprochen

    Gruss und gute Zeit
    J.

    • Patrick sagt:

      Hallo Joris,

      nach einer Hotelreservierung hat bei mir noch keiner gefragt.

      Für das Visa on Arrival müssen direkt bei der Immigration eigentlich keine Dokumente vorgelegt werden – Visum-Formular ausfüllen und abgeben, bezahlen und gut ist.

      Denkbar ist, dass gefragt wird, was man denn vor hat – dann muss man eben antworten.

      Es gibt ein paar Nationalitäten, bei denen man in Kambodscha genau hinschaut oder bei denen das Visa on Arrival gar nicht möglich ist – da gehören Deutschland, Österreich und Schweiz aber nicht dazu.

      Meiner Erfahrung nach gibt es das Visa on Arrival ohne Fragen, Nachweise o.ä. – sowohl Typ E wie auch Typ T.

      Wie gesagt – manche Fluglinien prüfen aber vor Abflug, ob man ein Ticket für Rück- bzw. Weiterreise hat.

      Meine Erfahrung: Wenn jemand „nervt“, ist es die Fluglinie und nicht der Grenzbeamte 🙂

      Viele Grüße,
      Patrick

  14. Joris sagt:

    Hallo Patrick

    Vielen Dank für die Super Informationen. Mach weiter so. Solche Informationen aus deiner Erfahrung kann man nicht genug schätzen. Leider trifft man in Sache Informationsgehalt bei vielen „fachlichen“ Behörden teilweise auf gähnende Leere oder gar auf Widerstand.

    Gruss und weiterhin gute Reise(n)
    J.

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