Vorstellung Mini Molars Cambodia e.V.

Patrick Woessner am
Vorstellung Mini Molars Cambodia e.V.

Mini Molars ist eine deutsche Hilfsorganisation, die es sich auf die Fahne geschrieben hat, die Zahngesundheit in Kambodscha zu verbessern.

Hinter der Hilfsorganisation steckt der Hamburger Zahnarzt Dr. Ulf Zuschlag, der gemeinsam mit seiner kambodschanischen Frau sowie Helfern und Mitarbeitern vor Ort mit Mini Molars kostenfreie Zahnbehandlungen in Kambodscha anbietet.

Wie Mini Molars arbeitet, das möchte ich hier vorstellen.

Über die Hilfsorganisation

Mini Molars

Steckbrief Mini Molars

Name und SitzMini Molars Cambodia e.V., Hamburg
Register-Nr.VR 22577, Amtsgericht Hamburg
Gründungsjahr2015
SchwerpunktGesundheitshilfe
Steuerabzugsfähige Spendenquittung mgl.ja
Jahresberichte verfügbarnein
Satzung verfügbarnein
Webseitewww.minimolars.de
Link zum SpendenformularSpendenformular

Beispielhaftes Projekt in Kambodscha

Hilfsprojekt Zahnbehandlung für Kinder von Mini Molars

Bild: Mini Molars

Mini Molars bietet kostenfreie Zahnbehandlung für diejenigen Kinder an, die normalerweise keinen Zugang zu zahnmedizinischer Versorgung hätten.

Neben einem Behandlungszentrum auf dem Gelände der Angk Portinhean Pagode werden im Rahmen des Hilfsprojekts auch mobile Behandlungen organisiert – das nennt sich MMM – Mini Molars Mobile.

Interview

Freundlicherweise hat mir Dr. Ulf Zuschlag, der gemeinsam mit seiner Frau Mini Molars initiiert hat, einige Fragen zur Arbeit der Hilfsorganisation in Kambodscha beantwortet.

Das Interview findest Du hier:

Wieso Kambodscha? Aus welchem Grund engagiert Ihr Euch gerade in diesem Land?
Vor mehreren Jahren habe ich durch Zufall in Kambodscha in einem zahnärztlichen Hilfsprojekt gearbeitet. Am unsympathischsten war mir zu Anfang die Direktorin des Hilfsprojekts. Wir wurden uns mit der Zeit doch etwas sympathischer und heute sind wir verheiratet und Leben in Deutschland. Vor vier Jahren haben wir unser eigenes Hilfsprojekt gegründet und versorgen pro Jahr mehr als 5.000 Kinder kostenlos mit zahnärztlicher Behandlung.
Was wird Eurer Meinung nach vor Ort derzeit besonders benötigt?
Das Gesundheitssystem ist nahezu nicht vorhanden. Wir schließen eine Lücke und bieten kostenlose zahnärztliche Versorgung für bedürftige Kinder.
Welche Projekte führt Ihr derzeit konkret vor Ort durch bzw. sind dieses Jahr geplant?
Wir haben eine feste Klinik in Stung Meanchey. Dort haben wir drei Behandlungsstühle und montags bis freitags am Vormittag ist unsere kleine Zahnklinik besetzt. Außerdem fahren wir mit mobilen Behandlungseinheiten in die Slums und versorgen dort mit unserem Projekt „Mini Molars Mobile“ die Ärmsten der Armen.
Wie kann man Euch am besten unterstützen (Einmalspende, Fördermitgliedschaft, regelmäßige Spende etc.)?
Als zahnmedizinisches Fachpersonal kann man uns sehr gern vor Ort unterstützen. Hier haben wir aber bereits sehr großen Zulauf. Am besten hilft man uns mit jeder Art von Geldspenden. Wir haben sieben kambodschanische Mitarbeiter und relativ hohe laufende Kosten, da zahnmedizinische Geräte und Materialien sehr teuer sind.

Vielen Dank für das Interview, Ulf! 🙂

Meine Meinung

Eine kleine Anekdote zum Zustand der zahnmedizinischen Versorgung in Kambodscha kann ich ebenfalls erzählen.

Als ich nach einiger Zeit einen Khmer-Freund wieder in Kambodscha traf, stellte ich bei seinem ersten Lachen fest, dass fast alle Zähne im Oberkiefer fehlten.

Auf die Frage, was denn das passiert war, erwiderte er, wegen Schmerzen musste er zum Zahnarzt. Gleich mehrere Zähne waren von weit fortgeschrittener Zahnfäulnis betroffen und da half wohl nur noch ziehen.

Jetzt und eine schmerzhafte Prozedur später hat er Steckzähne und ist mehrere Monatslöhne ärmer.

Zahnvorsorge kennt man in Kambodscha kaum und mein Freund hatte noch das Glück, dank eines vergleichsweise guten Jobs die Behandlungskosten zusammenkratzen zu können.

Denn ein Sozialstaat ist Kambodscha nicht.

Wer wirtschaftlich schlecht da steht (und das tut ein Großteil der Bevölkerung), hat andere Sorgen, als über Zahnvorsorge nachzudenken. Wenn es schmerzt, werden notwendige Zahnbehandlungen dennoch hinausgeschoben.

Die Arbeit von Mini Molars finde ich vor dem Hintergrund toll.

Wenn Du mehr über die Hilfsorganisation erfahren willst, wirf am besten einen Blick auf die Webseite, wo Projekte wie die Zahnklinik genauer vorgestellt werden.

Patrick WoessnerAutor
Ich bin Patrick (32) und ich bin viel unterwegs. Der Reiseblog Trip Angkor ist nach der zweiten Kambodscha-Reise entstanden. Mittlerweile sind es noch noch einige mehr Reisen dorthin geworden. Mit der Zeit bin ich so etwas wie ein Kambodscha-Experte geworden und teile hier meine Erfahrungen.
Mehr Infos zu mir gibt es hier bei Trip Angkor auf der oder auch auf meiner Persönlichen Webseite.